Heute habe ich ein Thema, welches wahrscheinschlich jeder von Euch kennt, bei dem aber die Ursachen und Therapiemöglichkeiten vielleicht unklar sind: der Tennisarm

Eine Patientin kam zu mir in die Praxis mit Ellenbogenschmerzen. Sie war vor 6 Monaten mit Ihrem recht kräftigen Hund gassi gehen. Nach eine Woche hatte sie Schmerzen im rechten Ellenbogengelenk, der sogn. Tennisarm. Es folgte ein aufwendiger Weg mit Arztgängen, Schmerzmitteln und Therapie, welche lokal am Ellenbogen durchgeführt wurden. Jedoch ohne nennenswerten Durchbruch. Sportbelastungen im Studio wie Bankdrücken, Liegestütze und auch die Arbeit im Büro waren eingeschränkt oden nur unter einem bestimmten Schmerzgrad möglich. Klar, hier müssen differenzialdiagnostisch weitere Ursachen Arthritis, Rheuma, Gicht, Muskelverspannungen, Fibromyalgie, bakterielle Knochenentzündungen, Zysten, Tumore, Überbein (Ganglion), Osteoporose, Durchblutungsstörungen, Hauterkrankungen mit Beteiligung des Ellenbogengelenks (Psoriasis) parallel hinterfragt werden. War aber eher unwahrscheinlich, da die Beschwerden plötzlich nach einem Hundspaziergang kamen. Kurzum, es war die untere HWS mit Beteiligung der ersten Rippe (N. brachialiskompression) und das Radiusköpfchen am Ellenbogen welch sich durch einen Ruck des Hundes blockiert hatten. Der Hartspann wurde dann noch durch Akupressur und Blutegel nachbehandelt. Nach ca. 5 Tagen war die Patientin schmerzfrei. Also liebe Freunde des Sports, wenn solche Beschwerden aufkommen, hinterfragt bitte immer, ob alles differenzialdiagnostisch untersucht worden ist, nur so kann gezielt therapiert werden.

Ich hoffe ich konnte Euch wieder einen tollen Tipp geben.

Mit besten Grüßen Euer Wolfgang Behrens
Praxis Escularis in Lilienthal

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